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Chronik der katholischen Pfarrei Unterleinleiter

Kirche Unterleinleiter
Wahrscheinlich hielt das Christentum bereits in achten Jahrhundert Einzug in den Flußtälern und auf den Hochflächen der Fränkischen Schweiz. So scheint Unterleinleiter – oder wie man damals sagte: Leylewter – schon etwa um das elfte Jahrhundert eine Kirche erhalten zu haben.Nach der Überlieferung handelte es sich wohl um eine Schloßkapelle mit einem Verbindungsgang zum Schloß. So ist vielleicht auch die erste Seelsorgegemeinde in Unterleinleiter aus einer Burgkaplanei entstanden. Pfarrlich wurde diese Gemeinde der Pfarrei Eggolsheim zugeordnet, bis sie etwa im 13. Jhd. zur selbständigen Pfarrei erhoben wurde.

1308: erste Erwähnung einer Burgkapelle in Unterleinleiter

1430: erste Erwähnung Unterleinleiters als eigene Pfarrei, in diesem Jahr fand ein Hussiteneinfall statt, bei dem Unterleinleiter wahrscheinlich niedergebrannt wurde

1469: Unterleinleiter („Lainleuther“) wird von Ebermannstadt aus betreut

1490: Glockenweihe

1519: erste Erwähnung einer Pfarrkirche in Unterleinleiter

1525: Das Schloß Unterleinleiter wird im Bauernkrieg zerstört, bald danach aber wieder aufgebaut

1552: Pfarrer Georg Rappolt wird als „Lutheraner“ vom Bamberger Bischof abgesetzt (sein Vorgänger wurde bereits 1550 „entlassen“ )

1580: Der Patronatsherr der Kirche, Reichsfreiherr Dietrich von Streitberg, Schloßherr des Veilbronner Schlosses, der die Kirche von Unterleinleiter als Lehen von den Fürstbischöfen von Bamberg besitzt, führt in Unterleinleiter die Reformation ein

1582: Unterleinleiter erhält den ersten evangelischen Pfarrer. Die katholische Pfarrei erlischt. Die wenigen katholisch gebliebenen Einwohner von Unterleinleiter (wahrscheinlich Untertanen des Hochstiftes Bamberg ) werden daraufhin nach Ebermannstadt gepfarrt.

1632: am 2. Oktober wird Unterleinleiter von kaiserlichem und bayrischem Kriegsvolk angezündet und bis auf Schloß, Kirche und einige Häuser abgebrannt

1645: die Kirche wird von der Kaiserlichen Armee beraubt

1682: nur noch zehn Einwohner von Unterleinleiter bekennen sich zum katholischen Glauben

1690: Mit dem Aussterben der Patronatsfamilie aus dem Geschlecht derer von Streitberg fällt das Patronatsrecht an das Hochstift von Bamberg zurück. Die Fürstbischöfe von Bamberg üben es persönlich aus. Den Katholiken wird fortan erlaubt, bei schlechten Wetter wieder in der Kirche von Unterleinleiter eine Heilige Messe feiern zu dürfen.

1696: Errichtung eines katholischen Pfarrprovisorates mit Sitz in Ebermannstadt. Der Bamberger Fürstbischof führt in der Kirche von Unterleinleiter ein sogenanntes „Simultaneum“ ein, das heißt, er bestimmt, daß die Kirche künftig von beiden Konfessionen genutzt werden darf.Von den 500 Einwohnern Unterleinleiters kehren 300 zum katholischen Glauben zurück und ziehen in einer großen Prozession wieder in die Kirche ein. Die Simultanregelung führt in der Folgezeit zu vielen schweren Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten.

1754: Bau eines katholischen Pfarrhauses an der Stelle des ehemaligen Gemeindehauses auf dem alten Dorfplatz ( laut Dekret vom 28. März 1754 darf der jeweilige Pfarrprovisor aber nicht in Unterleinleiter wohnen, sondern hat seinen Sitz in Ebermannstadt zu nehmen). Das Haus erhält ebenfalls eine Wohnung für den Schulmeister.

1815: Die Katholiken von Dürrbrunn, Streitberg und Oberfellendorf werden nach Unterleinleiter gepfarrt.

1817: das katholische Pfarrhaus wird durch einen Brand stark beschädigt (neun Häuser und zehn Scheunen brennen nieder).

1829: der Friedhof rund um die Kirche innerhalb einer Friedhofsmauer wird durch einen neuen an der Straße nach Veilbronn ersetzt.

1835: der katholische Provisor, Johannes Waas, siedelt von Ebermannstadt in das „neureparierte“ Pfarrhaus nach Unterleinleiter über

1841: Grundsteinlegung für den Bau einer eigenen Kirche für die katholische Bevölkerung von Unterleinleiter

1842: Fertigstellung der neuen katholischen Kirche. Baukosten: etwa 10000 Gulden. Erbaut wurde die Kirche von Baumeister Hofbauer aus Bamberg und Zimmermeister Dumrauf aus Scheßlitz. Die Pfarrgemeinde mußte die Steine zum Bau der Kirche aus den vier Stunden weit entlegenen Steinbrüchen bei Weilersbach und Wiesenthau mit ihrem Zugvieh herbeifahren.

1843: die Kirche wird von Dechant Greim von Forchheim benefiziert

1846: am 29. Juni wird die neuerbaute katholische Kirche St. Peter und Paul von Erzbischof Bonifaz von Urban feierlich geweiht

1851: die katholische Gemeinde erwirbt vom Heilig-Geist-Spital in Nürnberg einen neugotischen Hochaltar

1855: Unterleinleiter wird nach 273 Jahren wieder eine selbständige katholische Pfarrei

1912: Orgeleinweihung

1913: Kirchenrenovierung (bis 1915)

1964: Bau eines katholischen Kindergartens

1965: Bau eines neuen Pfarrhauses

1982: bedingt durch den Priestermangel erhält Unterleinleiter keinen eigenen katholischen Pfarrer mehr. Kaplan Peter Brandl (später Pfarrer von Pretzfeld ) übernimmt von Ebermannstadt aus die Pfarradministratur für Unterleinleiter

1990: Diakon Klaus Komp wird der Pfarrei als Seelsorger mit Sitz in Unterleinleiter zugeteilt

1995: Kindergartenneubau

2001: Renovierung der Pfarrkirche

2002: Fertigstellung der Renovierungsarbeiten und Einweihung des neuen Volksaltares durch Erzbischof em. Dr. Karl Braun. Am Fuße des Altares werden die Reliquien der Heiligen Amanda und Theodor beigesetzt.

Ab September wurde Herr Pfarrer Markus Wolf als neuer Pfarradministrator eingesetzt.

zusammengestellt von Dipl.-Theol. Klaus Komp

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